Büroumzug Kosten Berlin: Preise & Rechenbeispiele

Eine Steuerkanzlei aus Prenzlauer Berg hat uns im Frühjahr angerufen: drei Arbeitsplätze, gut 40 laufende Meter Aktenordner, neues Büro in Mitte. Die erste Frage am Telefon galt nicht dem Termin, sondern der Zahl.
Der Transport war am Ende der kleinere Posten. Teurer wurden die Ordner, die niemand mehr brauchte, und der halbe Tag, an dem drei Leute nicht abrechnen konnten. Genau diese Rechnung machen wir hier auf: erst die Transportpreise, dann die Positionen, die im Angebot einer Umzugsfirma oft gar nicht auftauchen.
Es geht ausschließlich um gewerbliche Umzüge, also um Büros, Praxen, Kanzleien und Agenturen. Wenn Sie privat umziehen, lesen Sie besser, was ein Umzugsunternehmen für einen privaten Umzug kostet – dort gelten andere Preisstrukturen. Alles Weitere zu Ablauf und Leistungsumfang steht auf unserer Seite zum Firmenumzug in Berlin.
Was ein Büroumzug kostet: die kurze Antwort
Für ein kleines Berliner Büro mit drei bis sechs Arbeitsplätzen liegt der reine Umzugstag bei rund 580 bis 850 Euro brutto, wenn Möbel, Rechner und Akten innerhalb der Stadt bewegt werden. Ab zehn Arbeitsplätzen sind es je nach Aufwand 1.200 bis 2.000 Euro. Kommen IT-Verkabelung, Aktenvernichtung und Entsorgung dazu, verdoppelt sich der Betrag schnell.
Diese Zahlen leiten sich aus unseren Paketpreisen ab, die sich nach Personal und Zeit richten:
| Paket | Preis ab (brutto) | jede weitere Stunde |
|---|---|---|
| 2 Helfer, 2 Stunden, inklusive Transporter | 239 € | 80 € |
| 3 Helfer, 3 Stunden, inklusive Lkw | 329 € | 125 € |
| 4 Helfer, 4 Stunden, inklusive Lkw | 519 € | 165 € |
Das sind unsere Paketpreise, Stand August 2026. Wichtig für Gewerbekunden: Die zweite Tabelle auf unserer Preisseite, die nach Zimmerzahl staffelt, gilt ausdrücklich für Wohnungen. Ein Büro hat keine Zimmerzahl im Sinne dieser Tabelle, sondern Arbeitsplätze, Serverschränke und Aktenschränke. Deshalb kalkulieren wir gewerbliche Umzüge über Helfer und Stunden.
Zur Einordnung ein Blick in fremde Quellen: buero-kaizen.de nennt für Büroumzüge eine Gesamtspanne von 1.000 bis 10.000 Euro, für kleine Büros bis fünf Mitarbeiter 800 bis 1.500 Euro, für mittlere Büros mit 6 bis 20 Mitarbeitern 2.000 bis 5.000 Euro und ab 20 Mitarbeitern 6.000 bis 12.000 Euro. umzugsportal.de setzt bei 611 Euro an. Solche Spannen taugen für eine erste Budgetzeile, nicht für eine Kalkulation.
Brutto oder netto: für Ihre Kalkulation zählt der Nettobetrag
Unsere Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer, weil die Preisseite überwiegend von Privatkunden gelesen wird. Wer betrieblich rechnet, muss den Betrag herausrechnen. Aus 239 Euro brutto werden 200,84 Euro netto, aus 329 Euro werden 276,47 Euro, aus 519 Euro werden 436,13 Euro.
Die enthaltenen 19 Prozent sind für Ihr Unternehmen kein Kostenfaktor, sondern abziehbare Vorsteuer nach § 15 UStG, sobald eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt. Praktisch heißt das: Ein Angebot über 1.179 Euro brutto belastet Ihr Ergebnis mit 990,76 Euro. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb immer prüfen, ob die Gegenseite brutto oder netto ausweist – zwischen beiden liegen 19 Prozent, und das ist mehr als der Unterschied zwischen den meisten Berliner Anbietern.
Kosten pro Arbeitsplatz als Planungsgröße
Für die Budgetplanung ist der Preis je Arbeitsplatz die brauchbarste Größe, weil er sich mit der Mitarbeiterzahl skalieren lässt. umzug-365.de rechnet mit 6 bis 8 Kubikmetern Umzugsvolumen pro Mitarbeiter und rund 25 Euro je Kubikmeter, was auf 150 bis 200 Euro pro Arbeitsplatz hinausläuft. umzugsportal.de kalkuliert 24 Euro je Kubikmeter plus 0,70 Euro Kilometerpauschale.
Unsere eigenen Paketpreise landen darunter, und zwar mit einem Effekt, den viele unterschätzen: Je mehr Arbeitsplätze bewegt werden, desto günstiger wird der einzelne.
Der Grund ist banal: Anfahrt, Rüstzeit und Absicherung fallen einmal an, egal wie viele Schreibtische danach kommen.
Die Spannen, die im Markt für Firmen- und Büroumzüge genannt werden, liegen höher – sie beschreiben allerdings einen anderen Leistungsumfang. Wer nur den Transport durch eine Spedition beauftragt, zahlt üblicherweise 200 bis 600 Euro je Arbeitsplatz. Wer ein Gesamtpaket mit Möbelmontage und IT-Umzug bucht, liegt bei 500 bis 1.500 Euro je Arbeitsplatz.
| Leistungsumfang | Marktübliche Spanne je Arbeitsplatz |
|---|---|
| Reines Transportvolumen, rechnerisch | 150 bis 200 € |
| Transport durch eine Spedition | 200 bis 600 € |
| Gesamtpaket mit Montage und IT-Umzug | 500 bis 1.500 € |
Der Unterschied erklärt sich über den Leistungsumfang, nicht über den Anbieter. Die 150 bis 200 Euro sind reines Transportvolumen ohne Demontage, Aufbau und Technik. Sobald Schreibtische auseinandergebaut, Serverschränke gesichert und Arbeitsplätze wieder angeschlossen werden, wächst der Betrag. Unsere Paketpreise enthalten Demontage und Montage bereits und liegen trotzdem am unteren Rand dieser Spannen – die Beispielrechnungen darunter zeigen das im Einzelnen.
Drei Beispielrechnungen auf Basis unserer Paketpreise
| Szenario | Paket | Rechnung | Brutto | Netto | je Arbeitsplatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Praxis oder Kanzlei, 3 Arbeitsplätze | 3 Helfer, Lkw, 5 Stunden | 329 € + 2 × 125 € | 579 € | 486,55 € | 193 € |
| Büro, 6 Arbeitsplätze | 4 Helfer, Lkw, 6 Stunden | 519 € + 2 × 165 € | 849 € | 713,45 € | 141,50 € |
| Büro, 10 Arbeitsplätze | 4 Helfer, Lkw, 8 Stunden | 519 € + 4 × 165 € | 1.179 € | 990,76 € | 117,90 € |
Das sind Beispielrechnungen auf Basis unserer Paketpreise, keine Angebote. Sie gehen von einem Umzug innerhalb Berlins aus, von Aufzügen oder niedrigen Etagen auf beiden Seiten und davon, dass die Kartons gepackt bereitstehen.
Eine Zahl aus dieser Tabelle lohnt den zweiten Blick. Die vierte Stunde im Vierer-Team kostet 165 Euro brutto, also 138,66 Euro netto, verteilt auf vier Leute rund 34,70 Euro je Helfer und Stunde. buero-kaizen.de gibt für Umzugsfirmen 35 bis 55 Euro pro Stunde im Standardbereich an und 60 bis 90 Euro im Premiumsegment. Unsere Stundenkosten liegen damit am unteren Rand des Marktüblichen, obwohl Möbelmontage und Fahrzeug bereits enthalten sind.
Beim Zehn-Personen-Beispiel ergibt die Faustzahl von 6 bis 8 Kubikmetern je Mitarbeiter 60 bis 80 Kubikmeter. Das passt nicht in eine Fuhre. Deshalb steht in der Rechnung eine Acht-Stunden-Schicht mit Zwischenfahrten – innerhalb Berlins ist das meist billiger als ein zweiter Lkw, solange die Strecke kurz bleibt. Von unserem Standort in der Schivelbeiner Straße nach Mitte oder Wedding sind es keine 20 Minuten, nach Adlershof oder Spandau sieht die Rechnung anders aus.
IT- und Serverumzug: der Posten, der selten im Umzugsangebot steht
Rechner, Monitore und Docking-Stationen transportieren wir wie jedes andere Umzugsgut, sicher verpackt und beschriftet. Was wir nicht tun: Netzwerke konfigurieren, Serverschränke in Betrieb nehmen oder Telefonanlagen umziehen. Das macht Ihr IT-Dienstleister, und dessen Rechnung ist bei den meisten Büroumzügen die zweitgrößte nach unserer.
Der teuerste Fehler an dieser Stelle ist die Reihenfolge. Wenn der Internetanschluss im neuen Büro erst zwei Wochen nach dem Umzug geschaltet wird, nützt der schnellste Transport nichts. Berliner Gewerbeanschlüsse haben je nach Anbieter und Gebäude Vorlaufzeiten von mehreren Wochen; die Bestellung gehört deshalb an den Anfang der Umzugsplanung, nicht ans Ende.
Klären Sie außerdem früh, wer die Geräte abbaut und wer sie wieder ansteckt. Wir haben schon Büros gesehen, in denen 20 Rechner ordentlich verpackt standen und niemand die Zuordnung zu den Arbeitsplätzen kannte.
Für den Umzugstag hat sich ein einfaches Vorgehen bewährt: Die IT wird am Vorabend heruntergefahren und abgebaut, wir fahren sie am Morgen als erstes Los, und der Dienstleister beginnt im neuen Büro mit dem Aufbau, während wir noch Möbel bringen. So verliert niemand einen ganzen Tag.
Ein Punkt, an dem wir gern früh Klarheit haben: Wer trägt die Verantwortung für Geräte mit gespeicherten Daten? Notebooks, NAS-Systeme und Festplatten gehören nicht lose auf die Ladefläche, sondern in einen verschlossenen Behälter mit einer benannten Person auf beiden Seiten. Das ist keine Förmlichkeit, sondern dieselbe Sorgfaltspflicht, die auch für Papierakten gilt.

Aktenumzug und DSGVO-konforme Vernichtung
Kein Büroumzug ohne Aktenberge. Und kein Aktenberg, aus dem nicht ein Teil in die Vernichtung gehört, weil sich Papier bewegen zu lassen teurer ist als es loszuwerden. Jeder Kubikmeter, den wir tragen und fahren, kostet Geld; ein Ordner, der seit zwölf Jahren niemanden interessiert, kostet dasselbe wie einer, der täglich benutzt wird.
An dieser Stelle beginnt der Teil, den viele Umzugsangebote schlicht übergehen. Sobald in den Ordnern Personaldaten, Bewerbungen, Gesundheitsdaten oder Mandantenunterlagen liegen, ist die Entsorgung eine Verarbeitung personenbezogener Daten. Art. 32 DSGVO verlangt dafür angemessene technische und organisatorische Maßnahmen. Der Papiercontainer im Hinterhof gehört nicht dazu.
DIN 66399: welche Sicherheitsstufe Sie brauchen
Die DIN 66399 legt fest, wie fein Papier zerkleinert sein muss. Für normale interne Unterlagen reicht in der Praxis Stufe P-4 mit einer maximalen Partikelfläche von 160 Quadratmillimetern. Für Personalakten, Gesundheitsdaten und Mandantenunterlagen ist P-5 mit maximal 30 Quadratmillimetern der Maßstab, weil diese Daten in die höchste Schutzklasse fallen. Praktisch bedeutet der Unterschied: Bei P-4 sind einzelne Wörter im Schnipsel theoretisch noch lesbar, bei P-5 nicht mehr.
Ein Bürovernichter im Flur schafft solche Mengen nicht. Bei 40 laufenden Metern Ordnern reden wir über mehrere hundert Kilogramm Papier, und ein Gerät für den Schreibtisch braucht dafür Wochen. Wirtschaftlich ist die Abholung in verschlossenen Behältern mit anschließender Vernichtung beim Dienstleister. Was mit dem Papier passiert, das nicht unter die Vernichtungspflicht fällt, steht bei uns unter Papierentsorgung.
Vernichtungsnachweis und Auftragsverarbeitungsvertrag
Zwei Dokumente sollten Sie einfordern, bevor der erste Behälter das Haus verlässt. Erstens einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit dem Unternehmen, das die Vernichtung übernimmt. Zweitens einen Vernichtungsnachweis, der Menge, Datum und Sicherheitsstufe ausweist. Ohne diese Papiere können Sie im Ernstfall nicht belegen, dass Sie Ihre Pflichten erfüllt haben – und bei Verstößen gegen Art. 32 DSGVO sieht Art. 83 Abs. 4 Bußgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor.
Für Festplatten, Bänder und USB-Sticks gilt dieselbe Norm mit eigenen Stufen: H für Festplatten, O für optische Medien. Löschen oder Formatieren reicht dort nicht, verlangt ist die physische Zerstörung des Datenträgers oder ein zertifiziertes Verfahren mit Nachweis. Alte Bürorechner, die beim Umzug ohnehin ausgemustert werden, sind der häufigste blinde Fleck – sie verlassen das Haus als Elektroschrott, mit den Daten von zehn Jahren darauf.
Prüfen Sie vor jeder Vernichtung die Aufbewahrungsfristen aus Handelsgesetzbuch und Abgabenordnung. Buchhaltungsunterlagen und Jahresabschlüsse dürfen nicht in den Behälter, nur weil beim Umzug gerade Platz geschaffen wird. Für alles, was aufbewahrt werden muss, aber im neuen Büro keinen Platz hat, ist eine Einlagerung meist günstiger als zusätzliche Bürofläche.
Möbeldemontage und -montage: bei uns im Paketpreis enthalten
Schreibtische durch Berliner Altbautüren zu bekommen, funktioniert bei Bürotischen ab 160 Zentimetern Breite selten ohne Demontage. Möbelabbau und Möbelaufbau sind in unseren Paketpreisen enthalten, sie erscheinen also nicht als Zusatzposten auf der Rechnung. Das ist beim Angebotsvergleich der Punkt, an dem sich zwei scheinbar gleiche Zahlen deutlich unterscheiden.
Eine Grenze gibt es. Systemtrennwände, verkettete Arbeitsplatzanlagen und Schrankwände mit Herstellerverriegelung bauen wir nicht auseinander, wenn dadurch die Gewährleistung erlischt. Dafür kommt der Hersteller oder ein autorisierter Monteur, und diese Kosten laufen separat. Sagen Sie uns bei der Besichtigung, welche Möbel aus einem Systemprogramm stammen, dann steht das vor dem Umzugstag fest.
Wochenende, Feierabend, Nacht: Aufschlag gegen Produktivitätsverlust
Der Grund für Wochenendtermine ist selten Bequemlichkeit. Ein Büro, das am Samstag umzieht, arbeitet am Montag. Ein Büro, das am Dienstag umzieht, verliert einen Arbeitstag und meist noch einen halben.
Rechnen Sie beide Seiten gegeneinander: Ein Zuschlag für Samstag oder Abendstunden ist ein bekannter, einmaliger Betrag, den Sie vor der Buchung kennen. Der Produktivitätsverlust an einem Werktag ist die größere und unsichere Zahl, weil unterbrochene Projekte, verschobene Termine und nicht erreichbare Telefone dazukommen. Ab etwa sechs Arbeitsplätzen kippt die Rechnung nach unserer Erfahrung fast immer zugunsten des Wochenendtermins.
Ausfallzeit: die teuerste Position, die auf keiner Rechnung steht
Die Umzugsrechnung kennt jeder Geschäftsführer. Die Ausfallkosten kennt fast keiner, obwohl sie regelmäßig höher liegen. Sie lassen sich mit drei Werten beziffern:
Mitarbeiterzahl × Ausfallstunden × interner Stundensatz
Für den internen Stundensatz nehmen Sie den Wert, mit dem Sie ohnehin kalkulieren, also Personalkosten plus Gemeinkosten je produktiver Stunde. Bei Kanzleien und Agenturen ist es der Stundensatz, der sonst dem Mandanten berechnet wird.
Setzen Sie das Zehn-Personen-Beispiel von oben ein: Zehn Mitarbeiter, die sechs Stunden nicht arbeitsfähig sind, ergeben 60 verlorene Arbeitsstunden. Der Transport kostet in diesem Szenario 1.179 Euro brutto. Damit gilt: Ab einem internen Stundensatz von rund 20 Euro ist die Ausfallzeit teurer als der komplette Umzug. Bei Dienstleistern mit abrechenbaren Stunden liegt der Faktor eher beim Fünf- bis Zehnfachen der Transportkosten.
Und der Umzugstag ist selten der einzige betroffene Tag. Davor wird gepackt, danach wird gesucht, Drucker eingerichtet und der erste Kaffee im neuen Büro getrunken. Wer nur die acht Stunden des Transports einrechnet, unterschätzt den Posten um mindestens die Hälfte.
Deshalb ist die wichtigste Kostenfrage beim Büroumzug nicht „Wie günstig fährt der Lkw?“, sondern „Wie kurz halten wir die Zeit, in der niemand arbeiten kann?“. Jede Stunde, die Sie an dieser Stelle sparen, ist mehr wert als jeder Rabatt auf den Transport.
Altmobiliar entsorgen: gewerblicher Abfall folgt anderen Regeln
Alte Schreibtische, defekte Rollcontainer, ein Aktenschrank ohne Schlüssel: Beim Büroumzug fällt fast immer Mobiliar an, das den Weg ins neue Büro nicht antritt. Diese Entsorgung ist keine Haushaltsentsorgung. Gewerblicher Sperrmüll läuft nicht über die Sperrmüllabholung für Privathaushalte, sondern über gewerbliche Entsorgung mit Nachweis.
Die Gewerbeabfallverordnung verlangt zusätzlich, dass Holz, Metall, Kunststoff und Papier getrennt gehalten und die Getrenntsammlung dokumentiert wird. Das klingt nach Bürokratie, hat aber einen handfesten Kosteneffekt: Sortierter Abfall ist deutlich günstiger als ein gemischter Container, den die Anlage nachsortieren muss. Elektroaltgeräte wie Monitore und Drucker fallen ohnehin unter eigene Regeln.
Sinnvoll ist die Entsorgung am selben Tag wie der Umzug. Die Möbel sind dann schon zerlegt, die Wege sind frei, und Sie zahlen die Halteverbotszone nur einmal.

Halteverbotszonen: beim Büroumzug meist zwei
Beim Wohnungsumzug reicht oft eine Zone. Beim Büroumzug brauchen Sie in der Regel zwei, am alten und am neuen Standort, und beide für längere Standzeiten als bei einer Wohnung. Ein Lkw, der acht Stunden lädt und entlädt, blockiert eine Straße anders als einer, der zwei Stunden hält.
In Berliner Geschäftsstraßen wie der Torstraße, der Frankfurter Allee oder rund um den Ku’damm ist das die Position, die am häufigsten vergessen wird. Sie ist in unseren Paketpreisen nicht enthalten. Wie die Beantragung abläuft, welcher Vorlauf nötig ist und was die Gebühren ausmachen, steht in unserem Artikel dazu, wie Sie eine Halteverbotszone in Berlin beantragen.
Versicherung: 620 Euro je Kubikmeter reichen für Serverschränke nicht
Die gesetzliche Haftung eines Umzugsunternehmens ist nach § 451e HGB auf 620 Euro je Kubikmeter Laderaum begrenzt, der zur Vertragserfüllung benötigt wird. Für Schreibtische und Rollcontainer ist das mehr als ausreichend. Für einen bestückten Serverschrank, ein Plotter-System oder Laborgerät ist es das nicht. Das lässt sich schnell nachrechnen: Ein Serverschrank belegt ungefähr einen Kubikmeter Laderaum. Geht er zu Bruch, deckt die gesetzliche Haftung 620 Euro ab, während der Wiederbeschaffungswert im fünfstelligen Bereich liegen kann. Die Lücke schließt eine Transportversicherung zum tatsächlichen Wert, und die kostet extra.
Unsere Grundabsicherung ist in den Paketpreisen enthalten. Jede weitergehende Deckung wird vor dem Umzug vereinbart, nicht danach. Nennen Sie uns bei der Anfrage die Geräte mit hohem Wert, dann steht die Deckung im Angebot. Prüfen Sie parallel Ihre eigene Inhaltsversicherung: Manche Policen decken Transportschäden beim Standortwechsel mit ab, viele ausdrücklich nicht.
Steuer: Betriebsausgabe, Vorsteuer, Aktivierung
Die Kosten eines betrieblich veranlassten Umzugs sind Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG und mindern den Gewinn in dem Jahr, in dem sie anfallen. Das gilt für Transport, Verpackung, Aktenvernichtung, Entsorgung und Halteverbotszone. Die enthaltene Umsatzsteuer ziehen Sie als Vorsteuer nach § 15 UStG ab, sofern Sie zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.
Eine Unterscheidung lohnt sich trotzdem. Reine Umzugskosten sind sofort abziehbarer Aufwand. Was Sie im neuen Büro dagegen einbauen oder anschaffen, etwa Trennwände, Küchenzeilen, Netzwerkverkabelung oder neue Möbel, kann als Mietereinbau oder als Anlagegut zu aktivieren und über die Nutzungsdauer abzuschreiben sein. Der steuerliche Effekt verteilt sich dann über Jahre statt sofort einzutreten.
Praktisch heißt das für die Rechnungsstellung: Lassen Sie Umzugsleistungen und Einbauten getrennt ausweisen. Eine Sammelrechnung über „Umzug und Einrichtung“ macht Ihrer Buchhaltung mehr Arbeit, als der Aufwand für zwei Belege je kostet. Das ersetzt keine Steuerberatung; die konkrete Behandlung klärt Ihr Steuerberater anhand Ihrer Verhältnisse.
Wo sich sparen lässt, ohne den Termin zu gefährden
Den größten Hebel hat der Termin. Monatsende, Quartalswechsel und Freitage sind in Berlin die gefragtesten Slots, weil Mietverträge zu diesen Terminen enden. Wer Mitte des Monats und unter der Woche umzieht, hat mehr Auswahl bei Teams und Fahrzeugen. Bei Gewerbemietverträgen ist der Zeitpunkt ohnehin oft flexibler als bei Wohnungen, weil die Räume zum Ende hin meist noch parallel laufen.
Der zweitgrößte Hebel ist das Volumen. Jeder Kubikmeter kostet, egal was drin ist. Eine ernst gemeinte Durchsicht vier Wochen vor dem Termin, bei der Ordner, Muster, Prospekte und Altgeräte aussortiert werden, spart in kleinen Büros regelmäßig einen halben Lkw. Die Entsorgung kostet, der Transport hätte aber ebenfalls gekostet.
Der dritte Hebel klingt unspektakulär und wirkt am stärksten: eine verantwortliche Person im Unternehmen. Jemand, der Schlüssel, Aufzugbuchung, Zugangskarten, Ansprechpartner der Hausverwaltung und den Plan der neuen Arbeitsplätze zusammenhält. Umzüge, die aus dem Zeitplan laufen, scheitern fast nie am Tragen, sondern an fehlenden Informationen. Der Lastenaufzug im neuen Bürohaus, der nur zwischen 9 und 16 Uhr genutzt werden darf, ist ein solcher Fall – wer das erst am Umzugstag erfährt, bezahlt Wartezeit im Stundentakt.
Was dagegen wenig bringt: an der Teamgröße sparen. Zwei Helfer statt vier brauchen für dieselbe Menge ungefähr doppelt so lange, kosten am Ende ähnlich viel und verlängern Ihre Ausfallzeit.
Was im Preis enthalten ist und was nicht
In unseren Paketpreisen sind laut Preisseite enthalten:
- gesetzliche Mehrwertsteuer
- Fahrzeugkosten inklusive Kraftstoff
- Be- und Entladung sowie Trageleistungen
- Möbelabbau und Möbelaufbau
- Transport- und Personalkosten
- Grundabsicherung für das Umzugsgut
- telefonische Erstberatung oder Besichtigung vor Ort
Nicht enthalten und je nach Bedarf einzeln zu kalkulieren:
- Halteverbotszonen an beiden Standorten
- Entsorgung von Altmobiliar und Elektrogeräten
- Einlagerung von Akten oder Möbeln
- DSGVO-konforme Aktenvernichtung mit Nachweis
- Anschluss und Inbetriebnahme der IT durch Ihren Dienstleister
- Transportversicherung über die Grundabsicherung hinaus
Diese Aufteilung ist der eigentliche Grund, warum Angebote so weit auseinanderliegen. Ein Preis ohne Möbelmontage sieht günstiger aus und wird es am Umzugstag nicht. Welche Leistungen wir für Unternehmen konkret übernehmen, steht auf unserer Seite zum Büroumzug in Berlin.
So kommen Sie zu einer belastbaren Zahl
Wir haben am 26. August 2026 die zehn sichtbarsten Berliner Umzugsunternehmen daraufhin angesehen, ob sie überhaupt Preise nennen. Fast keines tut es; die meisten haben gar keine Preisseite oder locken mit einem Rabatt fürs Ausfüllen eines Formulars. Vergleichen lässt sich so nichts.
Unsere Empfehlung an Gewerbekunden ist deshalb unbequem, aber ehrlich: Nehmen Sie die Zahlen aus diesem Artikel als Budgetrahmen und lassen Sie sich die Räume ansehen, bevor Sie planen. Eine Besichtigung dauert eine halbe Stunde und klärt genau die Punkte, an denen Kalkulationen kippen – Etage, Aufzug, Laufweg, Aktenmenge, Systemmöbel, Zufahrt.
Rufen Sie uns unter 030 47904222 an oder schicken Sie uns die Eckdaten Ihres Standortwechsels über den Firmenumzug in Berlin. Unsere 336 Bewertungen mit einem Schnitt von 5,0 kommen nicht vom günstigsten Angebot, sondern von Terminen, die gehalten haben.
Was kostet Ihr Büroumzug konkret?
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Häufige Fragen zu den Kosten eines Büroumzugs
Für ein kleines Büro innerhalb Berlins liegen die reinen Transportkosten bei 580 bis 850 Euro brutto, ab zehn Arbeitsplätzen bei 1.200 bis 2.000 Euro. Fremde Quellen wie buero-kaizen.de nennen für Büroumzüge insgesamt 1.000 bis 10.000 Euro. Die Spanne entsteht durch IT, Aktenvernichtung, Entsorgung und Sondertermine. Belastbar wird die Zahl erst nach einer Besichtigung, weil Etage, Aufzug und Aktenmenge den Aufwand stärker beeinflussen als die Mitarbeiterzahl.
Marktüblich sind 150 bis 200 Euro je Arbeitsplatz, gerechnet über 6 bis 8 Kubikmeter Volumen pro Mitarbeiter. In unseren Beispielrechnungen liegt der Wert zwischen 193 Euro bei drei Arbeitsplätzen und 117,90 Euro bei zehn. Je größer das Büro, desto günstiger wird der einzelne Arbeitsplatz, weil Anfahrt und Rüstzeit gleich bleiben.
Bei uns kostet jede zusätzliche Stunde 80 Euro brutto im Zweier-Team, 125 Euro im Dreier-Team und 165 Euro im Vierer-Team. Netto entspricht das rund 34 bis 35 Euro je Helfer und Stunde. Marktangaben liegen bei 35 bis 55 Euro im Standardbereich und 60 bis 90 Euro im Premiumsegment.
Ja. Betrieblich veranlasste Umzugskosten sind Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG und mindern den Gewinn sofort, die enthaltene Umsatzsteuer ist als Vorsteuer abziehbar. Einbauten im neuen Büro müssen dagegen oft aktiviert und abgeschrieben werden. Die Einordnung im Einzelfall klärt Ihr Steuerberater.
Wochenend- und Abendtermine sind bei uns möglich und werden gesondert kalkuliert. Der Aufschlag ist ein bekannter Betrag, der Produktivitätsverlust eines verlorenen Werktags nicht. Ab etwa sechs Arbeitsplätzen rechnet sich der Wochenendtermin in den meisten Fällen. Nennen Sie den Wunschtermin bitte gleich bei der Anfrage.
Rechnen Sie zuerst nach: Mitarbeiterzahl mal Ausfallstunden mal interner Stundensatz. Danach hilft vor allem Reihenfolge. Internetanschluss Wochen vorher bestellen, IT am Vorabend abbauen und morgens als erstes Los fahren, Arbeitsplätze vorher nummerieren und eine verantwortliche Person benennen. Wochenendtermine verlagern den Rest aus der Arbeitszeit heraus. Am meisten bringt eine verantwortliche Person im Haus: Umzüge verlieren ihre Zeit selten beim Tragen, sondern beim Warten auf eine Information.

