Wohnsitz ummelden beim Umzug – Fristen, Unterlagen und Ablauf einfach erklärt

Ein Umzug bringt viele organisatorische Aufgaben mit sich. Neben der Kündigung von Verträgen, dem Nachsendeauftrag bei der Post oder der Ummeldung beim Stromanbieter gehört eine Sache zwingend dazu: den Wohnsitz ummelden.
In Deutschland gilt eine gesetzliche Meldepflicht. Das bedeutet, dass Sie nach einem Umzug Ihre neue Adresse beim zuständigen Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt registrieren müssen. Wer die Ummeldung vergisst oder zu spät erledigt, riskiert ein Bußgeld.
In diesem Ratgeber erfahren Sie von unserem Umzugsunternehmen Berlin Schritt für Schritt, wie Sie Ihren Wohnsitz ummelden, welche Fristen gelten, welche Unterlagen Sie benötigen und was bei einem Umzug innerhalb derselben Stadt oder in eine andere Stadt zu beachten ist.
Muss man den Wohnsitz beim Umzug ummelden?
Ja. Wenn Sie umziehen, müssen Sie Ihren Wohnsitz offiziell ummelden. Diese Pflicht ist im Bundesmeldegesetz (BMG) geregelt.
Das bedeutet konkret:
Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie:
In allen Fällen müssen Sie Ihre Adresse offiziell anmelden.
Wann muss man den Wohnsitz ummelden?
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie lange hat man Zeit, den Wohnsitz umzumelden?
Nach dem Bundesmeldegesetz gilt:
Der Wohnsitz muss innerhalb von 14 Tagen nach dem Einzug angemeldet werden.
Das bedeutet:
Wenn Sie also am 1. März einziehen, müssen Sie Ihre Wohnsitzummeldung spätestens bis zum 15. März erledigen.
Wo meldet man seinen Wohnsitz um?
Die Anmeldung erfolgt beim Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt Ihrer neuen Stadt oder Gemeinde.
Je nach Stadt kann die Ummeldung erfolgen:
Viele Städte bieten inzwischen auch die Möglichkeit, online einen Termin für die Wohnsitzummeldung zu buchen.
Wohnsitz ummelden – Schritt für Schritt Anleitung
Die Ummeldung Ihres Wohnsitzes ist meist unkompliziert. In den meisten Fällen dauert der Termin beim Bürgeramt nur wenige Minuten.
1. Termin beim Bürgeramt vereinbaren
In vielen Städten benötigen Sie einen Termin beim Bürgeramt. Dieser kann meist online über die Website der Stadtverwaltung gebucht werden.
In kleineren Gemeinden können Sie oft auch ohne Termin vorbeikommen.
2. Unterlagen vorbereiten
Für die Ummeldung benötigen Sie mehrere Dokumente. Diese sollten Sie unbedingt zum Termin mitbringen.
Typische Unterlagen sind:
Die wichtigste Bescheinigung ist die Wohnungsgeberbestätigung.
3. Wohnungsgeberbestätigung vorlegen
Seit einigen Jahren ist die Wohnungsgeberbestätigung Pflicht.
Diese wird vom Vermieter oder Eigentümer ausgestellt und bestätigt:
Ohne diese Bescheinigung kann das Bürgeramt Ihre Wohnsitzummeldung nicht durchführen.
4. Adresse im Personalausweis ändern lassen
Beim Termin wird Ihre neue Adresse im Personalausweis oder Reisepass eingetragen.
Dazu erhalten Sie normalerweise einen Adressaufkleber für den Ausweis. Damit ist Ihre Ummeldung offiziell abgeschlossen.
Welche Unterlagen braucht man für die Wohnsitzummeldung?
Die wichtigsten Dokumente für die Ummeldung sind:
– Personalausweis oder Reisepass
– Wohnungsgeberbestätigung
– Meldeformular der Stadt
In manchen Fällen kann zusätzlich benötigt werden:
Wohnsitz ummelden bei Umzug innerhalb derselben Stadt
Wenn Sie innerhalb derselben Stadt umziehen, müssen Sie sich nicht abmelden – sondern lediglich ummelden.
Das bedeutet:
Dieser Vorgang wird Wohnsitzummeldung genannt.
Wohnsitz anmelden bei Umzug in eine andere Stadt
Wenn Sie in eine andere Stadt ziehen, erfolgt die Anmeldung ebenfalls direkt beim Bürgeramt der neuen Stadt.
Eine separate Abmeldung bei der alten Stadt ist normalerweise nicht erforderlich.
Die neue Behörde informiert automatisch Ihre bisherige Meldebehörde.
Was kostet die Wohnsitzummeldung?
In vielen Städten ist die Wohnsitzummeldung kostenlos.
Es können jedoch kleine Gebühren entstehen, beispielsweise für:
Typische Kosten liegen zwischen 0 und 15 Euro. Weitere Infos zu Kosten, finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Was kostet ein Umzugsunternehmen.
Was passiert, wenn man den Wohnsitz nicht ummeldet?
Wer seine Adresse nicht rechtzeitig anmeldet, verstößt gegen das Bundesmeldegesetz.
Mögliche Folgen sind:
Die Höhe eines Bußgeldes kann je nach Stadt bis zu 1.000 Euro betragen. In der Praxis werden jedoch meist kleinere Beträge erhoben.
Warum ist die Wohnsitzummeldung so wichtig?
Die Anmeldung Ihrer neuen Adresse hat mehrere wichtige Funktionen.
Sie ist notwendig für:
Ohne eine korrekte Adresse können viele behördliche Vorgänge nicht durchgeführt werden. Die Ummeldung des Wohnsitzes gehört zu den wichtigsten organisatorischen Aufgaben nach einem Umzug. Neben der Anmeldung beim Bürgeramt müssen häufig auch Verträge angepasst werden, etwa bei Strom, Internet oder Versicherungen. Laut der Verbraucherzentrale sollten Verbraucher nach einem Umzug besonders darauf achten, ihre Verträge rechtzeitig zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Gas und Strom ummelden.
Weitere Ummeldungen nach dem Umzug
Neben der Wohnsitzummeldung beim Bürgeramt sollten Sie nach einem Umzug auch weitere Stellen informieren.
Dazu gehören unter anderem:
Eine gute Übersicht über alle wichtigen Schritte finden Sie in unserer Umzug Checkliste.
Tipp: Umzug organisatorisch gut planen
Ein Umzug erfordert oft viele organisatorische Schritte gleichzeitig.
Dazu zählen unter anderem:
Mit einer guten Planung lassen sich viele dieser Aufgaben deutlich einfacher erledigen.
FAQ – Wohnsitz ummelden
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